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Erbe unterstützt Hilfsprojekt in Papua-Neuguinea

Der Mediziner Dr. Sebastian Freudenberg, Chefarzt an der HELIOS Klinik in Bad Berleburg, ist im April 2018 nach Papua-Neuguinea ausgereist, um beim Aufbau der medizinischen Strukturen in dem abgelegenen Pazifikstaat zu helfen.

Für sein Projekt, getragen von der Nordkirche Hamburg, haben wir  ein VIO-Gerät und Zubehör gespendet. Medizintechnik unseres Standards und geschultes Personal findet man in Papua-Neuguinea kaum. Die von uns zur Verfügung gestellte Ausrüstung dient auch zur Schulung lokaler Mediziner.


Herr Dr. Freudenberg, Sie sind am 1. April nach Papua-Neuguinea aufgebrochen, um dort beim Aufbau der medizinischen Infrastruktur zu helfen. Was genau haben Sie vor?

Freudenberg: Unser Ziel ist es, die chirurgische Versorgung zu standardisieren und den lokalen Nachwuchs auszubilden der dann noch hier ist, wenn unsere Arbeit in voraussichtlich drei Jahren vorerst beendet ist. Auch die universitäre Zusammenarbeit mit den beiden einzigen Hochschulen hier im Land liegt mir sehr am Herzen. Meine Vorstellung ist, die chirurgische Fort- und Weiterbildung für Studenten und Assistenzärzte noch weiter aufzubauen.


Wie ist zurzeit die Situation der Bevölkerung in Papua-Neuguinea, insbesondere die medizinische Versorgung? Man hört in Europa sehr wenig über dieses Land.

Papua-Neuguinea ist ein Land mit einer sehr vielfältigen Geografie. Das Land wird von einem etwa 200 Kilometer breiten, verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist, durchzogen. Diese Natur begünstigte die isolierte Stammesbildung, wie sie in Neuguinea stattgefunden hat. Daher gibt es mehr als 750 verschiedene Sprachen und Stämme. Auch die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung sind eingeschränkt. Es gibt selbstverständlich Krankenhäuser in den Zentren, aber viele Menschen leben abseits und sind nicht motorisiert oder haben keinen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.


Wie sieht Ihr Alltag als Arzt in Papua-Neuguinea aus?

Es gibt zweimal in der Woche OP-Tage und an den anderen Tagen Visite, Sprechstunde für Outpatients und natürlich das chirurgische Notfallprogramm. In dem Krankenhaus sind wir je nach Urlaubsaufkommen zwei bis drei Ärzte, die sich auch die Nachtdienste teilen. Nachtdienstfrei gibt es nicht.