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Elektrochirurgie

Mit der Elektrochirurgie kann bei einer Operation ohne Blutverlust Gewebe geschnitten werden. Diese Art zu operieren ist für den Patienten sehr schonend und erleichtert dem Arzt seine Arbeit.

Was passiert, wenn man in eine Steckdose fasst?

Man bekommt einen heftigen und eventuell sogar tödlichen Stromschlag. Bei einem Stromschlag werden die Nerven im Körper gereizt und dadurch ziehen sich die Muskeln zusammen. Im schlimmsten Fall kommt es zu tödlichen Herzrhythmusstörungen. Aus der Steckdose kommen in Deutschland 230 Volt, bei der Hochfrequenz-Chirurgie wird der Patient aber mit über 4000 Volt unter Strom gesetzt.

Wieso stirbt der Patient nicht, wenn er mit unseren HF-Geräten operiert wird?

Das liegt an der hohen Frequenz. Die Frequenz gibt an, wie oft der Strom seine Flussrichtung ändert. Niedrige Frequenzen wie zum Beispiel die des Stroms aus der Steckdose lösen eine viel stärkere Reizung der Nerven aus als hohe Frequenzen. Aus diesem Grund arbeiten wir mit einer sehr hohen Frequenz von 350.000 Hertz und schonen damit unseren Patienten. Merke: Aufgrund der sehr hohen Frequenz bekommt der Patient im Gegensatz zum Griff in die Steckdose keinen Stromschlag.

Hochfrequentes Schneiden und Koagulieren

Um mit einem VIO-Gerät schneiden zu können, wird ein Instrument mit einer Metallspitze angeschlossen. Damit kann man zum einen ganz leicht Gewebe schneiden und zum anderen werden Blutungen verhindert, da die Adern sofort mit dem Koagulationseffekt verschlossen werden. Die Koagulation tritt bei hohen Spannungen auf und lässt die Zellen austrocknen und absterben. Somit ziehen sie sich zusammen und verschließen die Adern. Es kann also kein Blut austreten. Damit ist eines der großen Probleme in der Chirurgie – der Blutverlust – gelöst worden.

Koagulationseffekt und Koagulationssaum

Koagulationseffekt und Koagulationssaum Koagulationssaum Hier sieht man den Koagulationseffekt mit verschieden hohen Spannungen. Je höher die Spannung, desto breiter der „Koagulationssaum“ – der ausgetrocknete Bereich, der die Blutung stoppt.

Thermofusion

Im Bereich der Thermofusion bietet Erbe einige Instrumente an, die an Erbe Hochfrequenz-Chirurgie-Gerät angeschlossen werden.

Funktionsweise der Gefäßversiegelung

Damit können dann auch große Gefäße koaguliert werden. Der Vorteil dieser Instrumente ist, dass das für den Arzt sehr aufwändige Zunähen der Gefäße nun wegfällt. Mithilfe der BiClamp wird zuerst das Gewebe und die darin verlaufenden Gefäße verschlossen. Im zweiten Schritt wird an dieser Stelle mit einer Schere geschnitten, wobei nun kein Blut mehr austritt.

Plasmachirurgie

Hier geht es ebenfalls hauptsächlich um die Koagulation und die Blutstillung.

Funktionsweise der Plasmachirurgie

Hier funktioniert die Koagulation mithilfe des Edelgases Argon. Durch die hohe Leitfähigkeit des ionisierten Argongases können die Funken noch länger werden – so lang, dass das Instrument nicht einmal das Gewebe berühren muss. Dadurch kann der Arzt größere Flächen ohne Kontakt zum Körper und sehr oberflächlich koagulieren.

Hydrochirurgie

Bei der Hydrochirurgie wird das Gewebe mithilfe eines dünnen Wasserstrahls geschnitten bzw. freigespült.

Funktionsweise der Hydrochirurgie

Der hohe Wasserdruck schneidet zwar das Gewebe, verschont aber die Gefäße, so dass diese später einzeln versiegelt werden können. Auf dem Bild sieht man deutlich, wie der feine Wasserstrahl zwar das Gewebe schneidet, die Gefäße aber nicht durchtrennt.

Kryochirurgie

Die Kryochirurgie macht sich den Effekt zu nutze, den wir alle aus dem Winter kennen.

Funktionsweise der Kryochirurgie

Sobald die Zunge erst mal das Eis berührt hat, bleibt sie daran kleben. Genau gleich funktioniert im Grunde die Kryochirurgie.  

  • Im Inneren einer Instrumentenspitze wird mit hohem Druck Kohlendioxidgas durch eine enge Düse geleitet.
  • Wenn das Gas sich hinter der Düse plötzlich ausdehnt, wird es sehr kalt in diesem Bereich (Joule-Thomson-Effekt).
  • Gewebe oder Fremdkörper bleiben an der Spitze des Instruments haften.

Dieser Effekt wird bei Gewebeentnahmen, zur Tumorentfernung oder bei der Fremdkörperentfernung wie die Entnahme einer versehentlich verschluckten Erdnuss ausgenutzt.